Bereist im Jahr vor deiner Matura begegnet dir die erste große Herausforderung: die ABA oder die Diplomarbeit. Du sammelst hier erste Erfahrungen in wissenschaftlicher Arbeitspraxis.
An der Uni/FH werden wissenschaftliche Standards immer wichtiger. Hier findest du die besten Tipps, um auch diese Hürde zu meistern!
Eine wissenschaftliche Arbeit besteht wie beinahe jeder Text aus Einleitung, Hauptteil und Schluss.
Außerdem gehören dazu:
1. DAS TITELBLATT
Das Titelblatt wird in der Seitenzählung nicht berücksichtigt und sollte folgende Informationen enthalten:
2. DAS INHALTSVERZEICHNIS
Das Inhaltsverzeichnis gibt die genaue Gliederung deiner Arbeit, d. h. alle Kapitel, Überschriften und Unterüberschriften, inklusive Seitenzahlen an. Achte darauf, dass die Angaben mit dem Fließtext übereinstimmen. Vermeide eine inkonsistente Gliederung, wie z. B. einen Punkt „3.1“, wenn es keinen Punkt „3.2“ gibt.
3. DER TEXT
Einleitung:
Hauptteil:
Die Struktur des Hauptteils lässt sich schwer verallgemeinern, eine Trennung zwischen Theorie, Methodik und Analyse ergibt meistens Sinn. Die Teile sollen in ausgewogenem Verhältnis stehen.
Schluss:
Der Schlussteil soll deine Arbeit und v. a. die Ergebnisse kurz und prägnant zusammenfassen. Beantworte spätestens hier deine Forschungsfrage. Außerdem ist hier Raum für deine persönliche Meinung und für eine Reflexion deiner Methodik.
4. WEITERE VERZEICHNISSE
Das Literaturverzeichnis listet deine Quellen und Forschungsliteratur auf.
Beachte dabei:
In einer wissenschaftlichen Arbeit musst du alle wörtlichen Entlehnungen sowie Übernahmen von Formulierungen und fremden Gedanken als solche kennzeichnen – andernfalls handelt es sich um ein Plagiat. Ausgenommen hiervon ist „Handbuchwissen“, das man voraussetzen kann. Es gibt sehr unterschiedliche Zitationskonventionen, abhängig vom Fachgebiet. Das Wichtigste ist Einheitlichkeit!
Bücher, Internet- und Audioquellen müssen angeführt werden. Überprüfe solche Quellen besonders kritisch, da nicht alles, was online gestellt wird, auch richtig sein muss. Wikipedia bspw. ist keine vertrauenswürdige Quelle. Inhalte von behördlichen oder universitären Websites können verwendet werden.
DREI „ZAUBERWORTE“ DES ZITIERENS
1. Kenntlichmachung: Unterscheide zwischen direkten (wörtlichen) und indirekten (paraphrasierenden) Zitaten.
2. Quellenangabe: Die Quellenangabe dient dazu, dass die Quelle leicht gefunden werden kann.
Sie enthält:
3. Vollständigkeit: Jedes Zitat muss markiert werden! Wird eine Aussage mehr als einmal zitiert, muss sie jedes Mal mit einer Quellenangabe belegt werden. Bei der Erstnennung der Autor:innenschaft erfolgt ein Vollbeleg. Danach kannst du auch den Kurzbeleg verwenden.
Hier ein Beispiel:
Vollbeleg: 1Einstein, Albert: Relativ gut zitiert. Die Physik der Zitierung, Braunschweig: Stein Verlag, 1950, S. 312–314.
Kurzbeleg: 2Einstein, 1950, S. 312–314.
TIPPS ZUM FORMAT
Damit sich auch das Auge wohlfühlt
FÜR DEINE ZEITEINTEILUNG
Teile dir die Zeit bis zur Abgabe gut ein! Bedenke, dass bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit viele Schritte durchlaufen werden müssen:
GOOD TO KNOW
Ein Plagiat ist eine unrechtmäßige Übernahme fremden Gedankenguts ohne Quellenangabe. Man unterscheidet zwischen:
VOR DER ABGABE
Kannst du diese Fragen ohne „Augenzudrücken“ mit JA beantworten, steht einer guten Note nichts im Wege.