CURRICULUM VITAE (CV)

Der Lebenslauf (CV) verdient im Bewerbungsprozess besondere Aufmerksamkeit, denn die meisten Personalverantwortlichen legen darauf großen Wert.

 

Generell kannst du dich online ganz leicht über die Erstellung eines Lebenslaufs informieren und sogar fertige Vorlagen verwenden. Versuche dennoch, ihn individuell zu gestalten, um aus der Bewerbungsmasse hervorzustechen. 

1. DER INHALT

Ein CV sollte maximal zwei Seiten umfassen. Bei „Platzproblemen“ wähle die für den Job relevanten Punkte aus und fasse zusammen (z. B. Ferialpraktika im selben Job). Führe dennoch Praktika & Co an – sie zeigen, dass du motiviert bist. 

GENERELL WICHTIG IM LEBENSLAUF: 

  • Persönliche Daten: Name, evtl. Geburtsdatum, Anschrift, Telefonnummer, (professionelle) Mail-Adresse, evtl. Staatsbürgerschaft bei Auslandsjobs. Achtung: Unprofessionelle E-Mail- Adressen, wie z.B. „mausi2007@gmail.com“, sind ein absolutes No-Go! 
  • Berufserfahrung: Jobs, Praktika, Freiwilligenarbeit inkl. jeweils Dauer und Verantwortungsbereich. 
  • Ausbildung: Schule, Studium, Weiterbildungen inkl. Abschlüsse und Zertifikate 
  • Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte, zusätzliche sonstige Kenntnisse (z. B. IT-Skills) 
  • Soft Skills und soziales Engagement (z. B. Hobbys als Indikatoren) 
  • Ein professionelles Bewerbungsfoto 

 

2. DER AUFBAU

Im deutschsprachigen Raum hat sich die tabellarische Form absolut durchgesetzt. Also: kein Fließtext, kein handschriftlicher CV! In anderssprachigen Ländern können solche Konventionen abweichen, informiere dich ggfs. online. 

CHRONOLOGISCH ODER FUNKTIONAL?

Der chronologische CV ist gängiger und betont deine Entwicklung. Beginne dabei immer mit der aktuellen Situation und arbeite „umgekehrt chronologisch“. Der funktionale CV orientiert sich an bestimmten Kategorien statt am zeitlichen Ablauf und eignet sich deshalb eher für erfahrene Bewerber:innen, die z. B. auf Führungserfahrung hinweisen wollen. Falls du bestimmte Erfahrungsbereiche besonders betonen willst, kann ein Kasten mit passenden Qualifikationen (z. B. Projektabschlüsse) im chronologischen CV zweckdienlich sein. 

EIN „CV“ SOLL GEGLIEDERT UND ÜBERSICHTLICH SEIN. EIN NICE-TO-HAVE, UM HERVORZUSTECHEN, IST AUSSERDEM DAS ANFÜHREN DER ANGESTREBTEN POSITION. 

3. DAS LAYOUT

Das Layout muss zur Stelle passen. Grafiker:innen stellen ihr Können und ihre Kreativität bestenfalls schon beim CV unter Beweis, Wirtschaftsprüfer:innen sollte mit einem traditionellen Layout auf „Nummer sicher“ gehen. 

Wichtig: Arbeite sauber und strukturiert, bleib bei einer Linie. Im Internet findest du zahlreiche passende Vorlagen, ein fertiges Layout bietet z. B. der Europass. Link: europass.europa.eu/de/create-europass-cv 

4. HARD & SOFT SKILLS, HOBBYS UND SONSTIGE KENNTNISSE

Bei Angaben über deine Ausbildung und Berufserfahrung hinaus beachte folgende Punkte:

  • Angaben nach dem Job richten, fokussierte Informationen 
  • konkrete Beispiele, wie etwa Fremdsprachen nach dem „Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen“ (A1 bis C2) oder „Grundkenntnisse – gute Kenntnisse – verhandlungssicher – Muttersprache“ 
  • Soft Skills durch Kurse oder Projekterfahrung belegen 
  • Hobbys können Fähigkeiten belegen, müssen aber nicht angeführt werden 
  • Bleibe immer bei der Wahrheit! 

 

5. DAS PERFEKTE BEWERBUNGSFOTO

Menschen reagieren unbewusst auf optische Reize, dein Bewerbungsfoto ist also der erste Blickfang. Selfies und zu alte Fotos sind hier fehl am Platz. Bestenfalls lässt du dich also von professionellen Fotograf:innen ablichten. Wer Freund:innen mit Fotografieerfahrung hat, kann sich dort Hilfe holen. 

Obwohl ein Foto im CV in den meisten Ländern mittlerweile sehr unüblich ist, sollten Bewerbungen an österreichische Unternehmen eines enthalten, um nicht den Eindruck zu erwecken, etwas zu verbergen. 

Ein gutes Bewerbungsfoto zeigt dein Gesicht und den Oberkörper. Verzichte auf einen zu großen Ausschnitt – im doppelten Sinne: Der Bildausschnitt sollte dich circa bis zum Bauch zeigen. Achte darauf, Haltung zu bewahren, und vermeide unruhige Hintergründe. 

Deine Kleidung sollte passend zur Stelle, professionell, falten- und fleckenfrei sein. Außerdem können zu viel Make-up oder zu aufreizende oder ausgefallene Kleidung ein schlechtes Licht auf dich werfen. 

Und zuletzt das Wichtigste: Lächle auf jeden Fall in die Kamera! Das macht dich auf Anhieb sympathisch. 

PRO TIPPS

FÜR DEN PERFEKTEN CV

  • Referenzen gehören in das Anschreiben, nicht in den Lebenslauf. 
  • Mut zur Lücke: Erkläre im Lebenslauf, was du in nicht berufstätigen Phasen gemacht hast (Weiterbildungen, Reisen etc.). 
  • Grammatik, Groß- und Kleinschreibung sowie Interpunktion solltest du unbedingt von einem zweiten Paar Augen kontrollieren lassen. 
  • Falls schwerfällige Bezeichnungen von Schulen oder akademischen Einrichtungen nicht dazu beitragen, deinen Lebenslauf „besser zu verkaufen“, solltest du sie kürzen. 
  • Lass am Rand Platz für Notizen. 
  • Der Text auf der zweiten Seite sollte weiter unten beginnen, da Zettel üblicherweise links oben zusammengeheftet werden. 
  • Bleib bei einer Form von Funktionsbezeichnungen und Tätigkeiten, d. h. entweder Nomen ODER Verben. 
  • Kurz und knackig ist besser als „Geschwafel“. 
  • Benenne alle Dokumente mit „Lebenslauf“ oder „CV“ und deinem Namen. Dateinamen wie „Endgültigfinal_1234“ sind ein No-Go! 
  • Führe keine physische Beschreibung, keine zu persönlichen Informationen (z. B. Sozialversicherungsnummer, Namen der Eltern) und keine überzogenen Gehaltsvorstellungen an. 

 

 

DEINE HOBBYS

ALS BERUFSEINSTEIGER:IN PUNKTEN! 

  • Teamsportarten zeugen von Fairplay und Kooperationsfähigkeit, Einzelsport von Ehrgeiz und Belastbarkeit. 
  • Wenn du dich in einem Verein engagierst, zeigst du gesellschaftliches Engagement. 
  • Eine Leidenschaft für Sachliteratur zeigt, dass du dir gerne Wissen aneignest. 
  • Ein spezielles Hobby kann Neugierde und Interesse wecken. 
  • Vermeide passive, „unproduktive“ Hobbys (Fernsehen, Shopping usw.). 
  • Wähle Hobbys mit vernünftigem Zeitrahmen und führe nicht zu viele an.