Eine gute Ausbildung alleine reicht nicht. Bestimmte Fähigkeiten sind gefragt. Bestimmte Einstellungen und Fähigkeiten sind wichtig. Erfahre hier, was hinter den sogenannten Soft Skills steckt und worauf es sonst noch ankommt.
Früher verstanden viele Menschen Bildung als selbstverständlich – kostenloses Bildungssystem, kostenlose Weiterbildung im Unternehmen und kostenlose Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Heute ist das anders: Es ist notwendig, in sich selbst (Geld) zu investieren – etwa für Weiter- und Fortbildung, IT-Infrastruktur oder Sprachkurse.
TIPP: Wünsch dir zu besonderen Anlässen etwa einen Sprachkurs oder einen Laptop statt einer neuen Spielkonsole!
Die Beobachtung allgemeiner Entwicklungen, die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen und zielgerichtete Weiterbildung sind entscheidend. Unser Tipp: Informiere dich regelmäßig über Arbeitsmarktentwicklungen und lege Karriereziele fest.
Karriere ist eine Daueraufgabe: Beruflicher Erfolg hängt eng zusammen mit einer laufenden persönlichen Weiterentwicklung. Suche dir immer neue Ziele, um motiviert zu bleiben. Freue dich über Erfolge, ruhe dich aber nicht allzu lange auf deinen Lorbeeren aus.
Immer mehr Menschen haben den Anspruch, im Beruf nicht nur „funktionieren“ zu müssen, sondern Sinnhaftigkeit und Freude zu erfahren. Expert:innen sprechen von „spielerisch“ gestalteten Karrieren: kreativ und innovativ, darauf kommt es nun an. So kann man Karriereherausforderungen unverkrampft, offen und selbstbewusst entgegentreten. Frag dich also: Kann ich mein Hobby zum Beruf machen? Welche Ansprüche kann ich an Arbeitgeber:innen und Jobs stellen?
In der Schule warst du mehr oder weniger Einzelkämpfer:in – so kommst du im Beruf aber nicht weit. Die heutige Wirtschafts- und Arbeitswelt lebt von funktionierenden Netzwerken. Wenn man sich gegenseitig unterstützt und aufeinander verlassen kann, profitieren alle davon. Doch wie funktioniert Networking? Gehe nicht mit Scheuklappen durchs Leben – an der Schule, an der Uni/FH und in jedem Praktikum lernst du neue Leute kennen, die dir in deiner beruflichen Zukunft einmal helfen könnten.
Viele Leute versprechen sich beruflichen Erfolg davon, dass sie sich an Vorgesetzte „anhängen“. Wer sich allerdings „anhängt“, der wird abhängig. Wichtig ist deshalb die folgende Grundhaltung: Du bist für deinen Erfolg selbst verantwortlich. Bleibe stets loyal, behalte dabei aber gleichzeitig deine eigenen Interessen im Auge.
Die Wirtschafts- und Arbeitswelt funktioniert international – gesucht sind also Mitarbeiter:innen, die nationale und sprachliche Grenzen überwinden können, um neue Märkte zu erobern und globale Entwicklungen mitzutragen. Verhandlungssicherheit ist das Ziel. Deshalb solltest auch du über den heimischen Tellerrand blicken, Sprachen lernen oder internationale Tageszeitungen und Magazine lesen. Bewirb dich für Jobs und Praktika im Ausland – sie machen sich gut in deinem Lebenslauf.
Praxiserfahrung ist einer der Top-Faktoren am Arbeitsmarkt. Wer bereits Erfahrung gesammelt hat, hat es als Bewerber:in leichter. Deshalb sind gute Praktikumsplätze häufig hart umkämpft – oft bieten Berufseinsteiger:innen sogar an, ein kostenloses Praktikum zu absolvieren – wichtig ist ihnen vor allem Praxiserfahrung und deren Nachweis.
Wirtschaftliches bzw. unternehmerisches Denken ist in allen Bereichen erfolgsentscheidend. Gemeint ist damit, die großen Zusammenhänge zu erkennen. Wenn es deine Schullaufbahn nicht inkludiert, eigne dir selbst wirtschaftliche Grundkenntnisse (z. B. BWL) an – es wird sich später einmal bezahlt machen.
Erhebungen zeigen: 70 % aller offenen Stellen haben etwas mit „Verkaufen“ zu tun. Gefragt sind Mitarbeiter:innen, die Produkte und Dienstleistungen optimal vorstellen können. Auch sich selbst muss man positiv präsentieren können, um beruflich weiterzukommen!
Die zeitsparende und effiziente Organisation von Arbeitsprozessen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wer gut organisiert ist und technische Hilfsmittel einzusetzen weiß, hat mehr Kapazitäten.
Arbeitgeber:innen schätzen Mitarbeiter:innen, die sich gut ausdrücken können, überzeugend präsentieren und gut im Team arbeiten. Diese Persönlichkeitsfaktoren werden auch „Soft Skills“ genannt: Kommunikationsfähigkeit, Kontaktstärke, Kritik- und Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, soziale Sensibilität, Organisationsfähigkeit, Bereitschaft zur Selbstreflexion und vieles andere.
Trainieren und nachweisen kannst du solche Soft Skills beispielsweise durch ehrenamtliches Engagement oder Hobbys.
WAS ARBEITGEBER WOLLEN
Wie können Bewerber:innen Unternehmen und ihre HR-Expert:innen beeindrucken? Welche Fähigkeiten sind derzeit besonders wichtig – und welche weniger?
Der career Monitor dokumentiert jährlich auf Basis einer umfassenden Erhebung, was im Bewerbungsprozess wichtig ist:
Platz 1: Leistungsbereitschaft/Engagement (75 %)
Platz 2: Lösungs- und Zielorientierung/Hands-on- Mentalität (72 %)
Platz 3: Vernetztes Denken und Arbeiten (67 %)
Alle Ergebnisse 2025 findest du unter www.career.gmbh/wp-content/uploads/2025/05/career-Monitor-2025_gesamt.pdf
Bei Fragen wende dich gerne jederzeit per E-Mail an info@career.gmbh oder kontaktiere uns auch auf Instagram und TikTok: @maturant.innen
1. Kommunikation: Kommunikationsfähigkeit ist wichtig, um einander zu verstehen und einen Konsens zu finden.
2. Kreativität: Neue, unkonventionelle Ideen helfen, neue Strategien und Lösungswege zu entwickeln.
3. Selbstbewusstsein: Selbstbewusstsein bedeutet unter anderem, sich selbst bewusst wahrzunehmen, eigene Stärken und Schwächen zu kennen und sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
4. Enthusiasmus: Wer Begeisterung aufbringt, wird stets genug Motivation und Ausdauer für alle Aufgaben haben.
5. Teamfähigkeit: Teamfähig zu sein bedeutet, die eigene Rolle im Team zu erkennen und sich entsprechend zu verhalten. Teamwork spielt in beinahe jeder Position eine entscheidende Rolle.
6. Kritikfähigkeit: Kritik hilft, Fehlern und Schwachstellen auf die Spur zu kommen. Wer es schafft, sachlich formulierte Kritik anzunehmen, kann seine Arbeitsweise verbessern und lernt schneller dazu.
7. Vertrauen: Wer Vertrauen schafft, strahlt Loyalität aus. Auf diese Person verlässt man sich auch in kritischen Situationen gerne.
8. Analytisches Denken: Wer analytische Fähigkeiten trainiert, kann Situationen schneller erfassen und entsprechend rasch reagieren.
9. Selbstdisziplin: Wer sich selbst unter Kontrolle hat, kann in allen Situationen überlegt vorgehen. Das ist wichtig, um in einer Gemeinschaft zu arbeiten.
10. Neugierde: Neugierde ist die Voraussetzung für Kreativität und einen offenen Umgang mit Neuem.
11. Konfliktfähigkeit: Konstruktive Gespräche helfen, Konflikte aus dem Weg zu räumen. Vertritt deine Position, toleriere und reflektiere auch andere Perspektiven.
12. Durchsetzungsvermögen: Sich angemessen durchzusetzen bedeutet zu überzeugen, statt zu überreden. Argumentieren und konstruktives Diskutieren sind vor allem im Bereich Leadership unabdingbar.
13. Einfühlungsvermögen: Wer empathisch ist, kann andere leichter überzeugen.